Alcoholic Faith Mission - Let This Be The Last Night We Care [Pony / Indigo]

Es ist kaum ein Jahr her, dass die dänische Band mit zumindest zeitweiser Heimstatt in Brooklyn, Alcoholic Faith Mission, mit ihrem Zweitwerk „421 Wythe Avenue“ erstmals auch hierzulande auf den Plan trat und auch unser kleines Magazin zu begeistern wusste. Seitdem hat die Band keine Zeit verloren, denn schon jetzt steht das Nachfolgealbum in den Läden. Und es ist keinesfalls despektierlich zu sagen, dass „Let This Be The Last Night We Care“ so etwas wie das logische Folgewerk darstellt. Alcoholic Faith Mission ergehen sich nach wie vor in der kleinteiligen Hymnik des Indie-Pop, wie man es in den letzten Jahren von Bands wie Architecture in Helsinki, Arcade Fire oder Broken Social Scene immer gerne nahm. Die Platte enthält aufstrebende, treibende Songs, geprägt von einem absolut überzeugenden Einfallsreichtum in Sound und einem durchweg stimmigen Songwriting. Im Gegensatz zu den nordamerikanischen Kollegen wirken AFM etwas surrealer, ihre Produktion klingt etwas schwebender, poppiger und durch imaginäre Rauchschwaden gespielt, wie man es von diversen Dream-Pop-Acts kennt. Die Atmosphäre ist dementsprechend auch gerne mal sacht und sinnlich poppig, immer aber hingebungsvoll und selbstbewusst. Die Band führt ihre Strebe von Indie-Rock nicht unbedingt auf gänzlich neue Fährten, sie arbeitet aber sie aber weiter aus, so dass ihr treibender und lebendiger Charakter wieder sehr frisch und gegenwärtig erscheint, sicher auch im Konzert.

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Nillson.de-Kritik zu "421 Wythe Avenue"


Datum: 18.03.2010, 00:00 Uhr

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