St. Emmi - Weiß: Der Himmel [Tummetott Tonträger]
Da ist es nun, das erste Solo-Album von St. Emmi, alias Christian Stemmann, "Weiß: Der Himmel". Da ich sowieso nicht drum herum kommen werde, wird die Verbindung gleich zu Beginn gebracht. Erst einmal assoziiere ich das Eine mit dem Anderen zu sehr und zweitens sind Ähnlichkeiten nicht abzuweisen. Dies ist jedoch nicht schlecht, oder klingt so, sondern es ist viel mehr sinnvoll. Die Rede ist von Tomte, deren Gründungsmitglied St.Emmi ist und bei denen er bis zum Album "Eine sonnige Nacht" Gitarre gespielt und gesungen hat. Im Gegensatz zu deren neueren Sachen geht es auf "Weiß: Der Himmel" gitarrenlastiger zu. Die meist durch Gitarre, Schlagzeug und Bass instrumentierten Stücke klingen sehr warm und weich und fügen sich harmonisch mit Gesang und Text zusammen. Passend dazu die Zeile "Mollakkrode sollen bleiben", wodurch die melancholische Grundstimmung des Albums beschrieben werden kann. Die persönlichen Texte erzählen von eigentlich alltäglichen Unglücken und Missgeschicken, die man allzu oft selbst erlebt. Beziehungen zu anderen Menschen, zur Welt und zu sich selbst. Dies wird auf eine Weise vorgetragen, die mich sofort berührt hat. Es sind vermutlich die Bilder, die im Kopf erzeugt werden mit den bekannten Situationen, die einen denken lassen, "Ja, da versteht mich einer!". Aber mich jetzt bitte nicht falsch verstehen, "Weiß: Der Himmel" ist keine grundtraurige Platte. Oft schimmert Hoffnung durch und gibt einem diese auch. So heißt es in "Wenn dir St.Pauli auf den Heiligengeistfeld" (die Sterne lassen grüßen): "...die Frage bleibt und ist, ob du selbst zufrieden bist in deinem Leben". Mit der Platte bin ich es sehr.
Live:
Sa, 17.05.08 Hamburg, Astra-Stube
Autor: Richard Redweik
Links zum Thema:
St. Emmi im Netz
Tummetott Tonträger
Datum: 17.04.2008, 20:40 Uhr
